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Der Kulturlehrgang am Mittwochabend enthält eine geballte Ladung Wissen. In diesem Lehrgang eignen Sie sich in einem abwechslungsreichen Programm ein "übersichtliches Wissen" an. Wir werden uns mit bekannten, spannenden und aktuellen Themen aus dem Bereich Archäologie beschäftigen.

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freie Plätze Neue Methoden der Archäologie

(Mühlacker, ab Mi., 28.2., 17.00 Uhr )

In zahlreichen Dokumentationen werden uns - animiert mit Hilfe der Computertechnik - spannende Ergebnisse archäologischer Ausgrabungen präsentiert. Dem Betrachter bleiben jedoch der langwierige und steinige Weg, die methodische Vorgehensweise und die Arbeit des Archäologen am Schreibtisch verborgen.
Ziel ist es, Ihnen einen Einblick und tieferes Verständnis für die zum Einsatz kommenden Techniken und geistes- wie naturwissenschaftlichen Methoden zu verschaffen.

1) Von Scherben und Trümmern und den naturwissenschaftlichen Datierungsmethoden
Seit Schliemann in Troja den ersten Spatenstich gemacht hat, spricht man bei der Archäologie von einer Spatenwissenschaft. Hatten die Anfänge noch eher Schatzgräbercharakter, bemühte man sich von Seiten der frühen Archäologen sehr schnell um eine wissenschaftliche Auswertung der Funde.
Hierbei standen sowohl Heinrich Schliemann, aber auch J.J. Winckelmann Pate. Schliemann entwickelte die Grabungsmethoden, Winckelmann schuf durch seine kunstgeschichtlichen Betrachtungen ein System, mit dem durch genaue zeitliche Abgrenzung einzelner Stile und Epochen Funde auch schon bei Grabungen, ohne Zuhilfenahme naturwissenschaftlicher Methoden, eingeordnet werden können. Doch um eine der wichtigsten Fragen - die nach dem Alter einer Struktur oder Objektes - möglichst detailliert zu beantworten, bedient sich der Archäologie heutzutage auch vieler naturwissenschaftlicher Methoden: der 14C -Datierung, der Dendrochronologie und Thermolumineszenzdatierung. Doch was verbirgt sich jeweils dahinter und welche Aussagekraft haben sie?

Termin 1: Mittwoch, 28. Februar 2018

2) Die Luftbildarchäologie, Airborne Lidar Scan und geophysikalische Prospektion
Die Luftbildarchäologie wird zur flächendeckenden und wirtschaftlichen Erkundung von Bodendenkmalen eingesetzt. Ausgrabungen werden mit Luftbildern vorbereitet, unterstützt und dokumentiert. Sie hilft mit einem Blick von oben, Licht ins Dunkel zu bringen.
Das wird in jüngster Zeit wird mit der Methode des Airborne-LIDAR Scans ergänzt. Dabei wird per Laserscanning die Landschaft vom Flugzeug aus erfasst. Dies bietet zur Lokalisierung archäologischer Fundstellen im Gelände eine sehr gute Chance.
Bei den geophysikalischen Prospektionen wie Geomagnetik, Geoelektrik, Seismik und Georadar werden mit unterschiedlichen technischen Gerätschaften Flächen untersucht. Sie ermöglichen es, unter die Erde zu schauen, ohne dabei überhaupt den Spaten anzusetzen.

Termin 2: Mittwoch, 6. März 2018

3) Archäobotanik und Archäozoologie sowie metallurgische Untersuchungen
Die Archäobiologie ermöglicht es mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden die bei Grabungen geborgenen Zeugnisse pflanzlichen und tierischen Lebens auszuwerten und Umweltrekonstruktionen vergangener Epochen zu erstellen. Die Archäobotanik bedient sich dabei der Pollen-, wie Makroreste und Holzanalyse, die Archäozoologie der makroskopischen, mikroskopischen und statistischen Auswertung der Knochen von Tieren.
Die Archäometallurgie führt Analysen von metallenen archäologischen Fundstücken, der Erforschung ihrer Herstellungsmethoden und der Herkunft der Rohstoffe. Dabei befasst sie sich mit der Geschichte der Metallurgie und legt einen Schwerpunkt auf die Kombination der Archäologie, natur- und materialwissenschaftlichen Disziplinen sowie auf praxisorientiertes Handwerk.

Termin 3: Mittwoch, 14. März 2018

freie Plätze Feuersteinklinge und Fregatte

(Mühlacker, ab So., 18.3., 17.00 Uhr )

Die experimentelle Archäologie genießt seit dem inzwischen legendär zu nennenden Alpenmarsch von Dr. Marcus Junkelmann 1985 immer größeres Ansehen. Das führt zum Teil zu neuen Erkenntnissen, aber auch zu Missbrauch von Seiten einiger Akteure. Dass aber das Experiment in der Archäologie immer schon dazugehörte, nur eben ein stilles Dasein fristete, soll in dieser Unterrichtseinheit gezeigt werden. Gebrauchsgegenstände, Maschinen und Waffen vergangener Zeiten werden heute von verschiedensten Fachrichtungen ausprobiert um dem antiken technischen Verständnis nahezukommen. Experimentelle Archäologie ist ein ungemein faszinierendes Feld, das gerade für Alltagsfragen vergangener Zeiten Antworten bietet.

freie Plätze Die Etrusker - Weltkultur im antiken Italien

(Mühlacker, ab Mi., 13.6., 11.45 Uhr )

Exkursion zur Sonderausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.
In Zusammenarbeit mit dem Historische Archäologischen Verein (HAV)
Leitung: Gernot Denda

Als eine der frühen Hochkulturen bestimmten die Etrusker das Schicksal des westlichen Mittelmeerraums vom 10. bis 1. Jh. v. Chr. Das Museum zeigt in Kooperation mit dem italienischen Kulturministerium ein umfassendes Porträt der etruskischen Kultur. Zahlreiche spektakuläre Exponate und Neufunde sind erstmals in Deutschland zu sehen.

In der Gebühr sind die Bahnfahrt, die Führung und Museumseintritt inbegriffen.
Wer sich thematisch auf die Exkursion einstimmen möchte, ist herzlich zum Vortrag E111.03 "Die Etrusker" mit Dr. Martina Terp-Schunter am 6. Juni 2018 um 19.00 Uhr eingeladen.

freie Plätze Flusspferde am Oberrhein - wie war die Eiszeit wirklich?

(Mühlacker, ab Mi., 13.6., 11.45 Uhr )

Exkursion zur Sonderausstellung im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe.
In Zusammenarbeit mit dem Historische Archäologischen Verein (HAV)
Leitung: Gernot Denda

Flusspferde im Rhein? Aber ja! Das Eiszeitalter war es keinesfalls immer eisig - Kalt- und Warmzeiten wechselten sich ab. Die Ausstellung führt auf eine Zeitreise in die wechselvolle Vergangenheit des Klimas am Oberrhein und präsentiert mit spannenden Objekten in einer außergewöhnlichen Inszenierung einen neuen Blick auf die damalige Tier- und Pflanzenwelt.
Dazu gehören Ausstellungsstücke von eiszeitlichen Vertretern wie Mammut, Wollnashorn, Rentier, Höhlenbär und Höhlenhyäne. Im Gegensatz dazu stehen Flusspferd, Auerochse, Urrind und Pferd für Klimabedingungen, die der heutigen Warmzeit ähnlich sind. Besonders bemerkenswert sind Funde von Flusspferden, die während der letzten Warmzeit über das Rhonetal und die burgundische Pforte in den Oberrheingraben einwanderten.

In der Gebühr sind die Bahnfahrt, die Führung und der Museumseintritt inbegriffen.

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Volkshochschule Mühlacker

Bahnhofstraße 15
75417 Mühlacker

Tel.: 07041 / 876 - 300
Fax: 07041 / 876 - 319
E-Mail: vhs@stadt-muehlacker.de

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Montag bis Donnerstag: 
8.00 - 12.30  und 13.00 - 16.00 Uhr

Freitag:
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