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freie Plätze Morgenakademie Philosophie

(Mühlacker, ab Do., 26.9., 10.00 Uhr )

Antisemitismus entwirft ein fiktives Bild von "den Juden" und benutzt es, um die Welt zu erklären. Komplizierte gesellschaftliche Zusammenhänge werden auf ein stark vereinfachendes Gut-Böse Schema reduziert. Die Erscheinungsformen des Antisemitismus haben sich gewandelt: Klassische Formen der Judenfeindschaft nehmen ab, antisemitische Vorurteile sind jedoch in Gestalt einer die NS-Verbrechen relativierenden Sicht der Geschichte und "antizionistischer " Hetze immer noch stark verbreitet. Jüdinnen und Juden sorgen sich aufgrund alltäglicher Erfahrungen mit antijüdischen Anfeindungen um ihre Sicherheit. Antisemitismus ist eine Realität in der Mitte unserer Gesellschaft. Die drei Vormittage möchten in einer elementarisierten Form aufklären über Erscheinungsformen, Hintergründe und Ursachen des Antisemitismus.

Termin 1: Donnerstag, 26. September 2019, 10.00 - 11.30 Uhr
Antisemitismus kann man als eine Sonderform "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" bezeichnen. Er ist in aller Regel mit einer rassistischen Grundeinstellung verbunden und speist sich aus mehreren Quellen. Judenfeindliche Traditionen begleiten die Geschichte des Judentums durch die Zeiten. Wir folgen dieser Geschichte. Wir bemühen uns an diesem Morgen um eine korrekte Beschreibung der Vergangenheit und gegen ihre Verzerrung und Verfälschung.

Termin 2: Donnerstag, 17. Oktober 2019 , 10.00 - 11.30 Uhr
Diktaturen verändern die Geschichte zur eigenen Legitimation. Gleichgeschaltete Medien und Indoktrination ab dem Kindergarten formen neue historische Wahrheiten. Der Missbrauch der Geschichte gelingt auch mit massenhaften, falschen Darstellungen in den Sozialen Medien, mit Vorträgen, Artikeln und Spruchbändern auf Demonstrationen. Die Verkehrung der Rollen von Tätern und Opfern sind gefährliche Erscheinungsformen des Antisemitismus. Verbreitet sind auch Verschwörungstheorien und Hasspropaganda gegen den Staat Israel. Wir suchen an diesem Morgen Aufklärung, um der Wahrheit zum Licht zu verhelfen und der Lüge zu widersprechen.

Termin 3: Donnerstag, 21. November 2019 , 10.00 - 11.30 Uhr
Ein typischer Ausdruck christlicher Überheblichkeit ist die bildliche Darstellung von "Kirche" und "Synagoge", die im Mittelalter weit verbreitet war. Die "Kirche" posiert als Siegerin mit gekröntem Haupt, in den Händen trägt sie Kreuz und Abendmahlskelch. Die "Synagoge" steht da in gedemütigter Haltung mit gebrochener Lanze und verbundenen Augen. Blind und verstockt wird hier das Judentum dargestellt, triumphierend die christliche Religion. Weil antijüdische Lehren der Kirche seit nahezu zweitausend Jahren Hass und Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden mitbegründet, verbreitet und verstärkt haben, tragen Christen eine besondere Verantwortung für die Überwindung des Antisemitismus. Die Schuld, die Scham über das Versagen der Kirchen gaben den Anstoß zu einem Prozess der Umkehr und Neuorientierung im Verhältnis der Kirchen zu Judentum Wir stellen uns an diesem Morgen diesem Prozess zwischen Schuld und Verantwortung.
Bis zum Eintritt der USA in den 1. Weltkrieg, spielte die USA eher eine untergeordnete Rolle im Zusammenhang mit europäischer Außenpolitik. Für die USA galt immer noch die Monroe-Doktrin. Nach dem 1. Weltkrieg änderte sich die US-amerikanische Außenpolitik bezüglich Europa grundlegend. Europa wurde zu dem Absatzmarkt für US-amerikanische Produkte und auch das dafür benötigte Geld kam aus den USA, bis zum Schwarzen Freitag 1929.

Anmeldung möglich Morgenakademie Musik - Hören mit Verstand: Franz Schubert

(Mühlacker, ab Mo., 4.11., 10.00 Uhr )

War Schubert das verkannte Genie, wie ihn die Nachwelt lange zu sehen glaubte? Hatte er doch zu Lebzeiten weder mit seinen Sinfonien großen Erfolg, falls die Öffentlichkeit sie überhaupt wahrnahm, noch konnte er mit seinen Opern einen Durchbruch erzielen. Für einen gewissen Bekanntheitsgrad als Liedkomponist sorgte sein Freund Michael Vogl, der viele Lieder zur Aufführung brachte. Schubert komponierte in seinem kurzen Leben in allen damals gängigen Gattungen und hinterließ ein riesiges Œuvre.

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