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VHS: Demokratische Orte des Lernens Die Volkshochschulen verstehen sich seit ihrer Gründung als demokratische Orte des sozialen und politischen Lernens. Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die weder Belehrung noch Parteipolitik verfolgt und die allgemeines Engagement für demokratische Werte, Menschenrechte und gegen Fundamentalismus fördert. In den angebotenen Lernräumen können Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen erfahren und entwickelt werden. Das Programmangebot des Fachbereichs „Politik – Gesellschaft – Umwelt“ ist breit angelegt und umfasst sowohl politische, soziale, ökonomische, ökologische, rechtliche als auch geschichtliche, psychologische und pädagogische Themen. Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung und Globales Lernen sind wesentliche gesellschaftliche Aufgaben. Die Volkshochschulen halten hier ein breites Angebot zur Information, Diskussion und zum aktiven Handeln vor. Die Veranstaltungen sind geprägt durch offenen Gedankenaustausch zwischen engagierten Menschen, in sachlichen und kontroversen Diskussionen, zur gemeinsamen Erarbeitung von Kenntnissen und Hintergrundinformationen, mit spannenden und kreativen Methoden.

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Anmeldung möglich Morgenakademie Philosophie

(Mühlacker, ab Do., 2.5., 10.00 Uhr )

Antisemitismus entwirft ein fiktives Bild von "den Juden" und benutzt es, um die Welt zu erklären. Komplizierte gesellschaftliche Zusammenhänge werden auf ein stark vereinfachendes Gut-Böse Schema reduziert. Die Erscheinungsformen des Antisemitismus haben sich gewandelt: Klassische Formen der Judenfeindschaft nehmen ab, antisemitische Vorurteile sind jedoch in Gestalt einer die NS-Verbrechen relativierenden Sicht der Geschichte und "antizionistischer " Hetze immer noch stark verbreitet. Jüdinnen und Juden sorgen sich aufgrund alltäglicher Erfahrungen mit antijüdischen Anfeindungen um ihre Sicherheit. Antisemitismus ist eine Realität in der Mitte unserer Gesellschaft. Die drei Vormittage möchten in einer elementarisierten Form aufklären über Erscheinungsformen, Hintergründe und Ursachen des Antisemitismus.

Termin 1: Donnerstag, 02. Mai 2019, 10.00 - 11.30 Uhr
Antisemitismus kann man als eine Sonderform "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" bezeichnen. Er ist in aller Regel mit einer rassistischen Grundeinstellung verbunden und speist sich aus mehreren Quellen. Judenfeindliche Traditionen begleiten die Geschichte des Judentums durch die Zeiten. Wir folgen dieser Geschichte. Wir bemühen uns an diesem Morgen um eine korrekte Beschreibung der Vergangenheit und gegen ihre Verzerrung und Verfälschung.

Termin 2: Donnerstag, 23. Mai 2019 , 10.00 - 11.30 Uhr
Diktaturen verändern die Geschichte zur eigenen Legitimation. Gleichgeschaltete Medien und Indoktrination ab dem Kindergarten formen neue historische Wahrheiten. Der Missbrauch der Geschichte gelingt auch mit massenhaften, falschen Darstellungen in den Sozialen Medien, mit Vorträgen, Artikeln und Spruchbändern auf Demonstrationen. Die Verkehrung der Rollen von Tätern und Opfern sind gefährliche Erscheinungsformen des Antisemitismus. Verbreitet sind auch Verschwörungstheorien und Hasspropaganda gegen den Staat Israel. Wir suchen an diesem Morgen Aufklärung, um der Wahrheit zum Licht zu verhelfen und der Lüge zu widersprechen.

Termin 3: Donnerstag, 27. Juni 2019 , 10.00 - 11.30 Uhr
Ein typischer Ausdruck christlicher Überheblichkeit ist die bildliche Darstellung von "Kirche" und "Synagoge", die im Mittelalter weit verbreitet war. Die "Kirche" posiert als Siegerin mit gekröntem Haupt, in den Händen trägt sie Kreuz und Abendmahlskelch. Die "Synagoge" steht da in gedemütigter Haltung mit gebrochener Lanze und verbundenen Augen. Blind und verstockt wird hier das Judentum dargestellt, triumphierend die christliche Religion. Weil antijüdische Lehren der Kirche seit nahezu zweitausend Jahren Hass und Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden mitbegründet, verbreitet und verstärkt haben, tragen Christen eine besondere Verantwortung für die Überwindung des Antisemitismus. Die Schuld, die Scham über das Versagen der Kirchen gaben den Anstoß zu einem Prozess der Umkehr und Neuorientierung im Verhältnis der Kirchen zu Judentum Wir stellen uns an diesem Morgen diesem Prozess zwischen Schuld und Verantwortung.

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75417 Mühlacker

Tel.: 07041 / 876 - 300
Fax: 07041 / 876 - 319
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